1. Komodo-Nationalapark, Indonesien
Wer ein paradiesisches Fleckchen Erde erleben möchte, sollte unbedingt den Komodo-Nationalpark besuchen. Diese raue, exotische und beeindruckend schöne Landschaft wirkt fast unwirklich. Zwischen den Inseln Komodo, Rinca und Padar begegnet man nicht nur den berühmten Komodowaranen, sondern auch Naturpanoramen, die wie aus einer anderen Welt erscheinen. Ein besonderes Highlight ist der rosafarbene Pantai-Merah-Strand, dessen zarte Tönung von feinsten Korallenstückchen stammt und im kräftigen Kontrast zum türkisblauen Wasser steht.
Wer den steilen Aufstieg zum Aussichtspunkt auf Padar Island wagt, wird zudem mit einem der spektakulärsten Ausblicke Asiens belohnt – über dramatische Buchten, zerklüftete Hügel und scheinbar endlose Horizonte. Auch die Unterwasserwelt ist ein echtes Erlebnis: farbenprächtige Korallenriffe, seltene Fische und mit etwas Glück sogar Mantarochen machen jede Bootstour zu einem unvergesslichen Abenteuer.

2. Victoriafälle, Afrika
An der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe stürzt der Sambesi mit überwältigender Kraft in die Tiefe – über 100 Meter hoch und fast 1,7 Kilometer breit. Die Victoriafälle zählen zu den beeindruckendsten Naturwundern unseres Planeten und bieten ein Spektakel, das unvergessen bleibt. Der feine Sprühnebel steigt hunderte Meter auf und ist noch aus weiter Entfernung sichtbar, während das Donnern der Wassermassen bis zu 40 Kilometer durch die Landschaft rollt. Nicht ohne Grund nennen die Einheimischen dieses Naturphänomen „Mosi-oa-Tunya“ – den donnernden Rauch. Wer die Fälle in ihrer ganzen Pracht erleben möchte, reist am besten zum Ende der Regenzeit, wenn sie besonders mächtig sind. Ob aus der Perspektive eines Helikopterflugs oder von den zahlreichen Aussichtspunkten aus – die Victoriafälle zeigen Naturgewalt in ihrer eindrucksvollsten Form.

3. Punakha-Tal, Bhutan
Im Herzen Bhutans verbirgt sich eines der faszinierendsten Täler des Landes: das Punakha-Tal. Auf rund 1300 Metern Höhe breitet sich eine üppige, grüne Landschaft aus – sanft geschwungene Hügel, leuchtende Reisfelder und die klaren Wasserläufe von Mochu und Pochu prägen das Bild. Über allem thront der prächtige Punakha-Dzong, ein Klosterkomplex aus dem 17. Jahrhundert, der zu den schönsten und am besten erhaltenen Bauwerken Bhutans zählt.
Das Tal markiert zudem einen Abschnitt des berühmten Trans Bhutan Trails, eines mehr als 400 Kilometer langen Wanderwegs, der quer durch das Himalaya-Königreich führt. Wer hier unterwegs ist, erlebt nicht nur beeindruckende Naturkulissen, sondern findet auch eine besondere, fast meditative Ruhe.

4. Diskoinsel, Grönland
Mitten im arktischen Ozean, nur wenige Fährstunden von Ilulissat entfernt, liegt die Diskoinsel – Grönlands größte Insel und ein wahres Naturparadies. Dramatische Basaltberge, tiefschwarze Strände und natürliche heiße Quellen zeugen von ihrem vulkanischen Ursprung, während im umliegenden Meer majestätische Eisberge langsam vorbeiziehen. Zwischen Frühling und Herbst lohnt sich ein wachsames Auge auf die Wasseroberfläche: In dieser Zeit tummeln sich hier Buckel-, Finn- und Zwergwale.
Auch die Vegetation überrascht mit einer erstaunlichen Vielfalt – rau, arktisch und dennoch voller Leben. Im kleinen Hauptort Qeqertarsuaq wohnen rund 800 Menschen. Sein charmantes Wahrzeichen ist eine hölzerne Kirche, die aufgrund ihrer besonderen Form liebevoll „Das Tintenfass unseres Herren“ genannt wird. Einsamer, ursprünglicher und zugleich beeindruckender kann Grönland kaum sein.

5. Brecon Beacons, Wales
Nur etwa eine Stunde nordwestlich von Cardiff öffnet sich mit den Brecon Beacons – oder Bannau Brycheiniog, wie sie auf Walisisch heißen – ein Naturgebiet voller faszinierender Gegensätze. Weiche Hügel gehen in markante Gipfel über, tosende Wasserfälle wechseln sich mit stillen, abgeschiedenen Tälern ab. Für Wandernde, die Ruhe und Weite suchen, ist die Region ideal. Der höchste Punkt, Pen y Fan, erhebt sich 886 Meter über die Landschaft und bietet einen beeindruckenden Rundblick über das sattgrüne Wales.
Abseits großer Besucherströme erlebt man hier ein ursprüngliches, mystisches Wales – besonders in den frühen Morgenstunden, wenn Nebel über die Hügel zieht und der Nationalpark seine geheimnisvolle Seite zeigt.
